Bergung der Überreste einer Messerschmitt Me-109G14 in Burgwald-Wiesenfeld

von Dietmar Mühlhans 

 

Am 14.09.2003, 59 Jahre nach Ihrem Absturz am 11.09.1944, fand die Bergung der Überreste einer Me-109G14 statt, die in Folge eines Luftkampfes während der alliierten Operation Frantic verloren ging.

Nachdem wenige Tage zuvor eine Ortsbesichtigung der Absturzstelle und eine erste Vorbesprechung seitens der AG-Luftkrieg-Ederbergland stattfand, wurde am frühen Morgen des 14.09.2003 mit der Grabung begonnen.

Als erstes wurde die Größe der Grabungsstelle mittels einer Suchsonde eingegrenzt. Im Anschluß daran begannen sie, vorsichtig den abgegrenzten Bereich mit Spaten und Schaufel langsam auszuheben. Immer wieder wurde der Aushub nach Überresten der Maschine mit der Hand abgesucht. Auf diese Art kamen immer mehr Teile des Flugzeuges langsam aber sicher zum Vorschein.

 

Bergung Wiesenfeld
Mühevoll wird jedes kleinste Fundstück gesichert.

 

Während der Grabung wurde die Absturzstelle immer wieder mit der Suchsonde kontrolliert, um zuverhindern, dass kleine evtl. wichtige Teile übersehen würden. Natürlich sollte damit auch verhindert werden, das größere Fragmente unter Umständen durch die Grabungsarbeiten unnötig beschädigt würden. Unter den gefundenen Trümmern befanden sich auch noch einige Munitionsrückstände aus den Bordwaffen der Maschine.

 

Munitionsfunde
Fundmunition aus der Me-109G

 

Diese wurden gesichert und dem zuständigen Kampfmittelräumdienst übergeben.

An dieser Stelle möchten wir nochmals darauf hinweisen das die Brisanz solcher Munition, auch wenn sie noch so ungefährlich aussieht, nicht zu unterschätzen ist. Daher ist es uns sehr wichtig darauf hinzuweisen,das solche Fundstücke auf gar keinen Fall mitzunehmen oder zum Herumspielen geeignet sind.
Grundsätzlich ist bei dem Auffinden von Munition, auch wenn sie noch so harmlos aussieht, die Polizei oder der zuständige Kampfmittelräumdienst zu verständigen!

 

Am frühen Nachmittag wurde dann der Arbeitsgemeinschaft klar, dass eine weitere Grabung keinen Sinn mehr machen würde, da alle noch vorhandenen Teile,die mittels der Suchsonde geortet werden konnten, bis dahin geborgen waren

Nach der Beendigung der Grabungsarbeiten  wurde die Grabungsstelle von der Arbeitsgemeinschaft mit dem Aushub wieder ordentlich verschlossen und mit Laub bedeckt.Da die Absturzstelle mitten in einem kleinen Waldstück lag, sollte alles wieder in den gleichen Zustand versetzt werden, wie das Gelände vorgefunden wurde.

 

Fundstücke
Einige Fundstücke nach der Bergung.

 

Nach deren Reinigung und Konservierung befinden sich die geborgenen Teile heute im Fundus des Museums für Technik und Geschichte in Miniatur.  

 

Wrackteile Me-109
Konservierte Fundstücke der Me-109G14

 

Wrackteile Me-109
Konservierte Fundstücke der Me-109G14

 

Wrackteile Me-109
Konservierte Fundstücke der Me-109G14

 

 

Modell einer Messerschmitt Me-109G10  

 

 Das Modell Zeigt eine Messerschmitt Me-109G10 im Maßstab 1/72, wie sie während des Zweiten Weltkrieges in Europa eingesetzt war. Eine von vielen Maschinen, welche während des Zweiten Weltkriegs ihre Jagdeinsätze über Europa flogen und sich der erdrückenden Luftüberlegenheit der Alliierten versuchten entgegen zu stellen.

 

Me-109G10
Messerschmitt Me-109G10 im Maßstab 1/72

 

Me-109G10
Messerschmitt Me-109G10 im Maßstab 1/72

 

Das Modell entstand aus einem Bausatz der Firma Revell und wurde ohne weiteres Zubehör "out of Box" gebaut.  

 

 

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